Chorausflug 2018

Die Bedingungen konnten nicht besser sein - das Wetter ein Traum, die Laune gut, im Stauraum des Busses ein von fleißigen Händen zubereitetes Frühstück. Von verschiedenen verabredeten Stationen wurden wir vom Bus ...

...aufgenommen. Es herrschte trotz der frühenStunde fröhliches Geplauder. So begann sie - unsere Chorausfahrt nach Bad Langensalza. Akribisch und mit viel Mühe hatte Klaus Peter diese Fahrt organisiert. Und am Abend konnten wir alle sagen: Die viele Arbeit hatte sich gelohnt! Wir hatten gemeinsam einen wirklich schönen Tag. Doch ich will nicht vorgreifen.

Der erste Höhepunkt des Tages war das Frühstück in Gräfentonna auf dem Parkplatz des Restaurants, das uns auf der Rückfahrt mit einem Abendessen erwarten würde. Die Sonne meinte es gut mit uns, Kaffee und die eine oder andere Flasche Sekt, die belegten Brötchen und diverse mitgebrachte Köstlichkeiten wurden gut gelaunt verzehrt. Carina, das Chorgeburtstagskind des Tages, die bei ihrer Familie in Erfurt geblieben war, wurde mit einem Ständchen per WhatsApp überrascht.

Von hier war es nur noch ein kurzes Stückchen bis Bad Langensalza. Auf dem Parkplatz wurden wir von zwei in historischen Gewändern gekleideten Damen erwartet. In zwei Gruppen erlebten wir einen interessanten Rundgang durch die Stadt und erfuhren viel Wissenswertes. Allerdings ist es ja bei Stadtführungen meist so, dass man die erhaltenen Informationen schnell wieder vergisst, und bei mir war das auch diesmal der Fall. Dennoch habe ich die schönen alten, zum Teil sehr liebevoll sanierten Häuser, die uns gezeigt wurden, noch gut in Erinnerung, auch die Tatsache, dass der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland in Bad Langensalza geboren ist; das war mir nämlich neu. Natürlich wurden wir von den Damen auch auf die Schönheit der Gärten der Stadt hingewiesen, sowie uns dringend ans Herz gelegt, diese zu besichtigen. Dies taten wir individuell nach den offiziellen Stadtführungen, und natürlich waren wir fasziniert von der Vielzahl und Vielfalt der Pflanzen im Arboretum, im Japanischen- und im Rosengarten. Und im letzteren fand schließlich 15 Uhr unser Konzert gemeinsam mit dem Städtischen Chor Bad Langensalza statt.

Die Rosen sahen wunderschön aus im Sonnenschein. Und Sonnenschein gab es an diesem Tage reichlich. Es war sehr heiß: Eigentlich viel zu heiß, um ein Konzert zu singen. Beide Chöre gaben ihr Bestes. Der junge Chorleiter aus Bad Langensalza motivierte uns entsprechend. Dem Publikum war es auch heiß; es war schwer zu begeistern. Das tat der guten Laune jedoch keinen Abbruch, die gemeinsamen Lieder wurden fröhlich dargeboten. Leider war der Kontakt zu den Mitgliedern des anderen Chores gleich anschließend unterbrochen, jeder Chor ging getrennt zum Kaffeetrinken. Nun war mit dem Konzert sozusagen der "Pflichtteil" des Tages absolviert, es blieb noch ein wenig individuelle Zeit für jeden bis zur Abfahrt des Busses. Manch einer konnte sich von den herrlichen Gärten nicht trennen, manche zog es zu einem Eisbecher oder einem kühlen Getränk in eines der Cafés oder aber einfach nur auf eine im Schatten stehende Parkbank, um die Füße auszuruhen.

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Was das Abendessen betraf, so hatte es Klaus Peter sehr spannend gemacht. Nur sporadisch und mit Augenzwinkern verriet er das eine oder andere. Wir ahnten nicht, was uns erwartete. Das Restaurant "Gasthof Mühlengraben" lag nun in der Abendsonne, als der Bus zum zweiten Mal an diesem Tag auf diesen Parkplatz fuhr. Im Gastraum waren die Tische sehr schön eingedeckt, es gab erfrischendes Wasser aus dekorativ gestalteten Spendern. Diesem wurde auch erst einmal reichlich zugesprochen, alle hatten Durst. Als der Ruf erschallte, das Buffet sei eröffnet und wir in den Nebenraum gingen, bot sich uns ein Anblick, der allen die Sprache verschlug. Wie es oft im Märchen heißt: Die Tische bogen sich von all den Speisen, es gab Gesottenes und Gebratenes- so war es hier. Allein der Anblick dieses kunstvoll angerichteten Essens lohnte sich schon. So ein Kunstwerk aus Speisen habe ich noch nie gesehen. Es war wirklich ein Schlemmerbuffet; Fleisch ,Fisch, Beilagen, Sandwiches, Hamburger, diverses Obst, in Schokolade zu tauchen oder nicht, verschiedenes Dessert ... habe ich alles aufgezählt? Ich weiß es nicht! Die Queen selbst wäre vermutlich höchst zufrieden gewesen.

Natürlich konnten wir nicht alles probieren. Natürlich ist jeder mehr als satt geworden. Es hat alles gut geschmeckt, und jeder war des Lobes voll. Aber auch hier war es, trotz der fortgeschrittenen Stunde sehr heiß, und mehr als essen kann man nicht. Ich fand ja, aber das ist nur meine persönliche Meinung, dass die Menge dieses Essens einfach unverhältnismäßig war und an Dekadenz nicht zu überbieten. Und ich hoffe sehr, dass nichts vom Übriggebliebenen im Müll gelandet sondern noch seiner Bestimmung zugeführt worden ist! In jedem Fall bot diese Zeit des Essens noch einmal an diesem Tag Zeit zusammenzusitzen, sich zu unterhalten, den Tag Revue passieren zu lassen. Allein die Tatsache, dass wir als Chor diesen Ausflug gemacht haben, so viele von uns auch mitgefahren sind und gemeinsame Erlebnisse und Spaß hatten, ist als Erfolg zu verbuchen. Klaus Peter gilt unser Dank für die gute Organisation, alles hat gut geklappt, niemand wurde vergessen, und jeder kam gesund wieder nach Hause. Ob wir allerdings im nächsten Jahr Zeit für einen Ausflug haben? Schließlich wollen wir 70 Jahre Volkschor Kromsdorf feiern!

 

Eure Petra

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